cocos philosophy

style is more than fashion

„Modern ist, was man selbst trägt. Unmodern ist, was andere tragen!“ (Oscar Wilde)

 

Be yourself

Manche Zitate berühmter und weniger berühmter Personen der Vergangenheit zahlen sich dadurch aus, dass sie immer noch auf gewisse Art und Weise aktuell sind. Dies trifft unweigerlich nicht auf alle zu, doch manche sollte man ab und zu auch aktuell wieder zu Rate ziehen. Oscar Wilde zählt meiner Meinung nach zu diesen Menschen, auch wenn nicht alle Weisheiten seinerseits stets allzu ernst gesehen werden dürfen, legte er doch teils eine sehr radikale und zugleich scharfsinnige – oft humoristische -Grundeinstellung gegenüber dem Menschen und der Gesellschaft an den Tag. Bei diesem Zitat trifft er jedoch genau ins Schwarze. Das Moderne bzw. Modische ist doch immer eine subjektive Interpretation dessen, was diesem oder jenem gerade erfreut. Den eigenen Stil rein als Reproduktion von diesem oder jenem zu sehen, ist ein kläglicher Versuch Stilempfinden zu erlangen. Man sollte sich aus jeder Epoche das Beste greifen, dieses mit aktuellen Trends, die dem eigenem Geschmack am nächsten stehen, mixen und persönliche Lieblingsstücke dazu kombinieren. Was ist schon ein Must-Have von XY, wenn die Person, die es trägt, diesem nicht eine Individualität zu geben vermag? Eine Hose ist doch letztlich nur eine Hose, auf den Inhalt kommt es an! In diesem trage, was dir gefällt und bleibe dir selbst treu!

 

Der Mode entkommt man nicht…

OldandNew

„Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode.“ (Karl Lagerfeld) In diesem Sinne kommt frau auch an gewissen Mode-Investitionen nicht vorbei. Manche Mode-Errungenschaften sind von kurzer Dauer, sei es, weil die Faszination an diesen oder jenem It-Piece nach einer Saison schwindet, oder weil man sich schon längst wieder einem Lieblingsstück zuwendet. Dabei muss das favorisierte Kleidungsstück nicht immer ein neues Must-Have aus einer aktuellen Kollektion oder Modelinie sein, oft sind es die Schätze aus Omas Kleiderschrank oder Schmuckkiste sowie bereits vergessene Kostbarkeiten aus dem eigenen Kleiderschrank, die plötzlich wieder die Neugierde wecken. Meine Lieblingsstücke derzeit vereinen alle Komponenten: Sensationelle Vintage Hehls, Pumps im Mary Jane-Look aus der vergangenen Saison sowie topaktuelle Kitten-Heels im trendy Schwarz-Weiß-Look!

„Mode vergeht, Stil bleibt!“ (Coco Chanel)

Nichts ist heutzutage schnelllebiger und vergänglicher als Modetrends. Waren es gestern noch Hosen mit Querstreifen, sind es heute florale Prints und morgen Layerings im Transparent-Look, die die Modeszene in Aufruhr versetzen. Im Zeitalter der Mode-Blogs, Stars und Stylisten, welche bereits heute die Saison-Trends von morgen tragen, versucht die normale Alltags-Fashionista sich die Trends der aktuellen Modeketten und Magazine anzueignen. Doch wo reiht man sich selbst in diese Riege der Fashionistas, Blogger, Models, Stars und Wunsch-Mannequins ein? In der Philosophie stand stets das Sein im Gegensatz zum Schein im Vordergrund. Nicht das Neuartige stand im Mittelpunkt des Geschehens, sondern vielmehr das Unveränderliche. Auch wenn Philosophen vergangener Tage sich stets gegen modische Strömungen und deren philosophische Auswertung werten, so wurde mit diesem Leitsatz vielleicht doch eine Quintessenz der Mode geschaffen. Mode wird heute als Ausdruck der eigenen, individuellen Authentizität dargestellt, die tagtäglich auf neue Art und Weise gesellschaftlich, privat, heimlich oder weltoffen artikuliert wird. Ist die Kleidung dann nicht vielmehr ein Schein, der oftmals auf das wahre Sein hinweist? Anders gesagt, zeigen wir unser wahres Sein nicht oft durch einen Schein, den wir je nach Laune präsentieren? Heute ist es doch genau die Mischung aus Trends, Vintage und Individualität, die gleichzeitig modisch gehört wird und zudem für Individualität sorgt. Mehr ist mehr ist dabei genauso berechtigt wie weniger ist mehr. Noch nie konnten Personen sich modisch so individuell darstellen wie in der heutigen Gesellschaft.

It always starts with some words…

herausgeberin_fotoKleider machen Leute! Bereits der Schweizer Dichter Gottfried Keller hat in seiner gleichnamigen Novelle, dieses Thema literarisch erfasst. Doch was ist das Faszinierende an Mode? Was lässt modebegeisterte Frauen und Männer auf der ganzen Welt Saison für Saison in Ungnade fallen wecken? Die Frage verhält sich wie die Philosophie – es gibt nie eine einzige Antwort. Mode ist weit mehr, als das Nachahmen von Trends und kommerzieller Marketing-Strategien. Mode ist vielmehr der Ausdruck der eigentlichen Persönlichkeit, des individuellen Empfindens. Natürlich sind Mode-Designer, Mode-Magazine, Mode-Ketten und dergleichen nicht nur an der Kunst an sich interessiert, doch dies steht hier außer Frage. Coco’s Philosophy beleuchtet Mode-Aspekte nicht nur aus der modischen Sicht. Wie kann man die heutigen Mode-Einflüsse und –Strömungen mit den Weisheiten vergangener Tage in Einklang bringen? Ist sie denn weit mehr als eine Darstellung des eigenen Egos, oder stellt die Mode vielmehr dar? Coco Canel hat einmal behauptet, Mode sei nicht nur eine Frage der Kleidung. Sondern, vielmehr haben Kleider etwas mit Ideen und der Art wie wir unser Leben gestalten zu tun. Mode ist alles und gleichzeitig nichts, denn so schön Mode auch sein mag, sollte man sich selbst und das Kleidungsstück, das man trägt, nicht zu ernst nehmen. ´Kleider machen Leute, aber sie machen nicht den Menschen.` (Othmar Cappelmann)

Inwiefern diese und andere Zitate aus Literatur, Philosophie und Kunst in Bezug auf Mode zutreffen, will der Blog Coco’s Philosophy näher eruieren, denn wie sagte bereits Karl Simrock: ´Man empfängt Menschen nach dem Kleide und entlässt sie nach dem Verstand.`

Weitere Informationen zur Herausgeberin unter about.