cocos philosophy

style is more than fashion

New Statements!

New-Statements„Warum sollen wir uns alle nach der selben Mode kleiden? Der Frost malt mir nie dieselben Eisblumen zweimal an mein Fenster.“ (Lydia Maria Child) Schon im 19. Jahrhundert wusste die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Lydia Maria Child wie man sich bestmöglich ins Szene setzt. Und sie ist mit ihrer Ansicht moderner als man anfangs zu glauben meint. Wenn auch etwas weit hergeholt ist die Selbstdarstellung in der Gesellschaft durch Mode und andere optische Eigenschaften doch vor allem in der heutigen Zeit ein Ausdruck der eigenen Einstellung, Zugehörigkeit und oft auch der eigenen Überzeugung. Und gerade das macht die Mode an sich doch auch zu etwas Besonderem, gleichwohl man dieser nicht zu große Bedeutung auf einer höheren Ebene zukommen lassen sollte. Gesellschaftlich gesehen zeigt die Mode jedoch allzu oft aktuelle Strömungen, Einflüsse und historische Wendungen an. Oder hat nicht die Damenhose erstmals die Frauenbewegung begleitet? Heute zeichnet sich Feminismus weit mehr aus, als durch die einfache Darstellung durch modische Raffinessen. Heutzutage sind wir einen Schritt weiter: Frauen benötigen keine modischen Attribute mehr, um sich für ihre Rechte einzusetzen. Die Freiheit der Frau besteht heute gerade darin, sich bewusst feminin anzuziehen ohne dabei an emanzipatorischer Überzeugung zu verlieren – so zumindest in der Theorie.  Lässt sich dies nicht auf alle Belange des alltäglichen Lebens übertragen? Besteht die Emanzipation heutzutage nicht gerade darin, sowohl bewusst Mutter zu sein und sich für ein „Hausfrauenleben“ entscheiden zu können oder eben Karriere und Kind gleichermaßen anzustreben. Eine emanzipierte Frau ist doch gerade jene, die sich bewusst für das eine oder andere oder etwas vollkommen anderes entscheidet, ohne dafür durch gesellschaftliche Statuten in eine altertümliche Rolle gezwängt zu werden. Leider müssen solche Frauen nach wie vor sich für diese oder jene Entscheidungen aufgrund falscher Mythen oder Unwissenheit rechtfertigen. Dies geht soweit, dass in manchen Ländern inzwischen Frauenrechtlerinnen wieder für den Rock als Kleidungsstück kämpfen, da dieser anscheinend Sinnbild für äußere sexuelle Reize sei. Feministinnen wie etwa Susan Brownmillers haben dazu ganz eigenwillige Thesen. Meiner Ansicht nach sollte eine Frau das tragen, was immer sie möchte, ohne dabei der Prüderie, Prostitution, Feminismus oder ähnlichem betitelt zu werden. Für einen ist es der Midi-Rock, für die andere die Skinny Jeans oder Marlene-Hose, für mich sind es Statement-Ketten… und genau das ist mein Statement!

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