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Jahresrückblick 2016 – Achterbahn und so…

Jahresrückblick 2016

Das Leben ist wie eine Achterbahn. Manchmal geht es steil nach oben, dann wieder tief nach unten, und dazwischen wirbelt es einen so richtig durch. Kurz: Das Leben ist mit all seinen Facetten manchmal ganz schön turbulent. Vor allem das Jahr 2016 war so eine Achterbahnfahrt der Gefühle, Ereignisse und Erlebnisse. So eine Fahrt des Lebens ist aufregend, manchmal aber auch ganz schön nervenaufreibend und frustrierend aber eben auch schön. Emotional war das Jahr allemal und voller Extreme. Während das erste halbe Jahr durch unfassbar viel Arbeit und wenig Zeit geprägt war, stand die zweite Hälfte im Zeichen der Erholung und fast schon zu viel Freizeit. Aber alles von Anfang an…
Ich bin ein Workaholic durch und durch. Arbeit kann erfüllend sein, aber eben auch ermüdend. Wenn man tagein, tagaus Überstunden schiebt und kaum noch Freizeit hat, geschweige denn Zeit für Familie und Freunde, läuft eigentlich etwas schief. Doch zu Beginn des neuen Jahres liebte ich diesen Stress. Ich war nur am Arbeiten, hetzte von einem Event zum Nächsten. Im Frühjahr die internationalen Modenschauen, anschließend Skiurlaub, dann Wellness und dazwischen wieder Blogger-Events und Geschäftsreisen. Selbst die wenige Freizeit war mit Terminen vollbepackt oder wurde für die Erstellung von Blogposts oder spontane Kurztripps eingeplant. Der Sommer war auch nicht besser. Während andere die warmen Temperaturen genossen, saß ich abends oft bis spät in der Nacht im Büro und machte Überstunden oder saß im Flieger oder Auto auf dem Weg zu irgendeinen vermeintlich wichtigen Event. Zeit zum Entspannen? Fehlanzeige. Entspannen ging meist nur fern der Heimat. Auf Ibiza beispielsweise – die Pressereise war definitiv eines meiner Highlights 2016, durfte ich doch wundervolle Tage auf der spanischen Insel verbringen und dabei noch ganz tolle neue Menschen kennenlernen. Doch solche kleinen Auszeiten waren dünn gesät. Bis September ging das so, ohne dass ich auch nur einen Hauch verspürte an der Situation etwas zu ändern. Immerhin fand ich das stressige Leben ja großartig. 

Jahresrückblick 2016

Doch manchmal übernimmt von heute auf morgen jemand anderes den Taktstock des eigenen Lebens, stellt die Musik von einer Minute auf die andere einfach ab. Pause! Dann ist es ganz still, die Achterbahnfahrt legt einfach einen unerwarteten Stopp ein und es drückt einen mit voller Wucht in den Fahrsitz. Wenn die Firma ohne Vorwarnung binnen Sekunden Geschichte ist und der Job, für den man so viel Zeit geopfert hat und so viel Herzblut gesteckt hat, gehört der Vergangenheit an. Tja, dann ist erst einmal eine aufoktroyierte Pause angesagt. Als hätte meine ganz persönliche Achterbahnfahrt diese Wende bereits erahnt, stand direkt nach der frohen Botschaft ein weiterer Urlaub an. So ging es mit der unsicheren, beruflichen Zukunft im Gepäck nach Sizilien. In puncto Achterbahn hieß das ein Looping nach dem anderen und damit emotionales Chaos. An Entspannung war erst einmal nicht zu denken. Meine Gedanken liefen auf Hochtouren und durchlebten ihre ganz eigene Achterbahnfahrt in dieser Zeit. Doch mit der Zeit kehrte auch die so dringend benötigte Ruhe ein. Doch der nächste Looping wartete bereits, denn mein Freund stellte im Urlaub die Fragen aller Fragen und so kam direkt nach dem Jobdebakel die Verlobung und somit ein weiteres Highlight 2016. Zurück in der Heimat holte mich dann schnell der Alltag ein. Es hieß Pläne schmieden, und damit standen nicht nur die Hochzeitspläne an der Tagesordnung. Doch wie die berufliche Zukunft planen, wenn man gar nicht weiß, wo die Reise eigentlich hingehen soll. Wenn die innerliche Zerrissenheit zur Bestandsprobe wird und man das Ziel vor Augen langsam aber sicher aus den Augen verliert?

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Ein Neuanfang war nötig! Es wurden Pläne geschmiedet, neue Projekte in Angriff genommen und ganz nebenbei noch kleine Kämpfe mit der deutschen Bürokratie in Sachen Arbeitsrecht ausgefochten. Und wie so oft, vergeht die Zeit schneller, als man denkt, das Jahr geht zu Ende und so richtig kommt man einfach nicht in Schwung. Deshalb steht 2017 ganz im Zeichen eines Neuanfangs. Neuer Job, neuer Beziehungsstatus, neue Urlaubspläne, neue persönliche Ziele und hoffentlich ganz viel Zeit für sich. Was nützt einem all der Stress und die viele Arbeit, wenn man sein Leben nicht in vollen Zügen genießen kann? Oft sind solche unerwarteten Wendungen im Leben auch eine Chance – eine Chance auf etwas Besseres und das Bewusstsein, eine neue Richtung einzuschlagen, die Hoch und Tiefs der Achterbahnfahrt selbst zu bestimmen. Was habe ich also 2016 gelernt? Den Taktstock selbst in die Hand zu nehmen und ganz bewusst die Musik etwas leiser zu drehen. Immer noch laut genug, um die hohen Töne in vollem Umfang genießen zu können und stilvoll im Takt zu schwingen, leise genug, um den sanften Melodien des Lebens zu lauschen und in sich aufnehmen zu können. Kurz: Work-Life-Balance ist angesagt! So abgedroschen der Begriff inzwischen ist, so viel Wahrheit steckt auch in ihm. Man muss im Leben einfach die goldene Mitte zwischen Beruf, Stress, Freizeit, Erholung und einer Auszeit finden. Ich lebe gerade bewusst eine Auszeitphase, eine Auszeit vom Stress, vom emotionalen Chaos, von zu viel Arbeit. Das Ziel für 2017? Balance! Und zwar kein Balanceakt, sondern Ausgeglichenheit und ein bewussteres Leben ganz ohne Stress, und falls doch, dann gewollter Stress zur richtigen Zeit. Wie zum Beispiel der Vorbereitungsstress für die anstehende Hochzeit, denn das wird wohl einer der wichtigsten und bedeutendsten Termine für 2017 werden. Doch dazu im neuen Jahr mehr…

Bilder: ©Coco’s Philosophy

1 Comment on Jahresrückblick 2016 – Achterbahn und so…

  1. die chrissy
    1. Januar 2017 um 16:47 Uhr (10 Monaten ago)

    Herzlichen Glückwunsch zur Verlobung und alles gute für eure Planung zur Hochzeit! Ich kann dir nur zustimmen und habe im letzten Jahr auch wieder feststellen müssen, dass ich mir zu viel aufladen weil es eben auch eine Freude ist. Alles gute fürs neue Jahr 🙂

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