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Coco’s Shopping: Zu Besuch im´The Good Store` in Berlin-Neukölln

´The Good Store` in Berlin -Neukölln ist für Vintage-Liebhaber eine wahre Schatztruhe.

´The Good Store` in Berlin -Neukölln ist für Vintage-Liebhaber eine wahre Schatztruhe. ®The Good Store

In zahlreichen Magazinen kann man derzeit vom persönlichen Glück und individuellen Neuanfängen lesen. Viele Menschen lesen solche Artikel, die wenigstens setzen diese in die Tat um. Die Inhaberin des in Berlin-Neukölln eröffneten ´The Good Store` hat derartige Artikel erst gar nicht benötigt, sondern direkt nach dem Uni-Abschluss mit der Planung für ihren persönlichen Traum begonnen. Ziel der Realisierung: Ein eigener Second Hand Shop mitten in Neukölln mit ausgewählten Vintage-Stücken, die mit viel Modeverständnis ausgesucht und auf der Ladenfläche präsentiert werden. Wir haben mit Gerda über das Konzept und die Realisierung gesprochen…

Die junge Berlinerin Gerda hat ihren Traum nicht nur geträumt, sondern in die Tat umgesetzt. Seit einigen Wochen gibt es nun den wunderschönen Laden ´The Good Store` in Neukölln. Mit viel Herzblut und Liebe zum Detail ist ein liebevoll gestalteter Laden mit wahren Modeschätzen entstanden. ´The Good Store` ist ein stylisher Second Hand Store, der ausgewählte Vintage-Stücke von angesagten Labels wie Hermès, Isabel Marant, Prada,  Jil Sander präsentiert. Aber auch Schnäppchenjäger mit kleinem Budget kommen bei Gerda voll und ganz auf ihre Kosten, findet man hier doch auch preiswerte Trendteile von & Other Stories, COS oder H&M. dabei ist jeder herzlich willkommen. Einfach reinkommen, wöhlfühlen und stöbern ist das Motto der Berlinerin. Wie die Idee zum Ladenkonzept entstanden ist, erzählte Gerda uns im Gespräch…

Gerda achtet bei der Präsentation nicht nur auf ein freundliches Interieur sondern auch auf Details wie Accessoires und frische Blumen. ®The Good Store

Gerda achtet bei der Präsentation nicht nur auf ein freundliches Interieur sondern auch auf Details wie Accessoires und frische Blumen. ®The Good Store

Wie bist du auf die Idee gekommen einen Vintage-Store zu eröffnen?

Berlin ist eine Stadt in der Vintage neben dem regulären Einzelhandel eine große Rolle spielt. Das spiegelt sich in den vielen Flohmärkten und verschiedensten Secondhandläden. Ich selbst kaufe seit Jahren fast ausschließlich Secondhand, denn hier kann man oft Labels entdecken, die es so in Berlin noch nicht gibt, ebenso wie Teile aus älteren Kollektionen. Secondhand ist einfach spannend! Es war für mich daher klar, das ich einen gut selektierten Vintage Store eröffnen wollte.

Hattest du schon immer eine Leidenschaft für Mode? Wie hat sich diese Faszination entwickelt?

Ich hatte schon immer ein starkes Empfinden bzw. Gespür für Ästhetik, für die schönen Dinge. Mode gehörte auch dazu, aber nicht ausschließlich. Das Design bzw. die Gestalt von Dingen im weitesten Sinne hat mich seit ich denken kann interessiert.

Wie kamst du zur Mode generell? Wie war dein bisheriger beruflicher Werdegang?

Ich habe Nordamerikastudien, Politikwissenschaften und Geschichte studiert – nicht der klassische Weg, um später einen eigenen Laden zu eröffnen. Allerdings hatte ich schon immer ein breites Interessenspektrum und so habe ich, um mein Studium zu finanzieren und auch als Ausgleich zu meinem Studium, Stylingjobs gemacht, in einer Galerie gearbeitet und war zudem viele Jahre im Verkauf in verschiedenen Concept Stores. Meine Fächerkombination habe ich sehr gerne studiert, im Laufe des Studiums hat sich für mich immer mehr herauskristallisiert, das ich die direkte Arbeit mit Menschen sehr mag und schätze. Am Ende meines Studiums stand für mich fest, dass es für mich nicht die direkte Arbeit mit Menschen in einem politischen Ausschuss oder ähnlichem sein muss, sondern die Arbeit im Verkauf für mich etwas ebenso Erfüllendes und auch viel Unmittelbareres darstellt.
Der Weg hin zu einem eigenen Laden war eher unbewusst, viele Dinge haben sich im Laufe der Jahre gefügt und vor ein paar Monaten war dann der Zeitpunkt für einen eigenen Laden gekommen.

Hat Mode schon immer eine wichtige Rolle in deinem Leben gespielt? Wie würdest du generell deinen persönlichen Stil früher und heute beschreiben?

Mode hat schon immer eine wichtige Rolle für mich gespielt, vor allen Dingen die Kombination von Farben und Stoffen etc.. Ich fand es schon immer spannend, was ein Kleidungsstück aus einem Menschen machen kann, wie Farben den Teint strahlen lassen können, wie entscheidend der richtige Schnitt für eine schöne Silhouette ist. Mein Stil hat sich mit Sicherheit über die Jahre hin verändert; grundsätzlich mochte ich aber schon immer klare Farben, klare Schnitte, fliessende Materialien wie Seide und eher wenig als viel im Kleiderschrank. Wenn sich alles untereinander kombinieren lässt, hat man unzählige Outfits!

Inwieweit hat dein persönliches Stilempfinden Einfluss auf die Auswahl der Kleidungsstücke für deinen Store?

Grundsätzlich prägt mein Geschmack die Auswahl der Kleidungsstücke natürlich grundlegend. Durch meine Arbeit im Styling und die langjährige Verkaufs- und Beratungserfahrung kann ich mich aber auch gut in andere Kleidungsstile und Geschmäcker hineinversetzen. Aus diesem Grund bemühe ich mich auch ein breit gefasstes Spektrum in meinem Laden anbieten zu können.

Wie gehst du konkret bei der Auswahl der Kleidungsstücke vor?

Ich sage immer ´Hauptsache schön`, wenn ich gefragt werde, was für die Annahme in Frage kommt. Die Sachen sollten in einem guten Zustand, frisch gewaschen oder gereinigt sein – ob es ein Label ist oder nicht, spielt für mich dabei eine untergeordnete Rolle.

Welche Marken stehen bei dir im Fokus?

Es stehen keine Marken im Fokus. Es ergibt sich unweigerlich, dass ich viel von meinen Lieblingslabels annehme: Prada, Comme des Garcons, A.P.C., Acne, Bless, Céline, Chloé, aber auch COS und viele mehr…

Das Interieur des Ladens ist sehr schön. Wo holst du dir hierfür die Ideen? Hattest du bei der Umsetzung Hilfe?

Bei der Planung des Ladens haben mir zwei Freunde geholfen – beide Architekten: Almut Coppius hat das grundsätzliche Konzept entwickelt, mit Domenic Degner habe ich den Laden ausgebaut und gestaltet. Mit beiden habe ich viel über meine Wünsche und Ansprüche an einen Verkaufsraum gesprochen – zusammen haben wir diese dann umgesetzt.

Gab es für die Standort-Wahl in Neukölln besondere Gründe? Wie ist dein persönliches Verhältnis zu Berlin?

Ich wollte einen zentral gelegenen, gut erreichbaren und auch gut einsehbaren Laden. All das erfüllte die Immobilie in der Pannierstraße – das war Liebe auf den ersten Blick! In Neukölln wohne ich selbst schon seit Jahren und ich fand, es war einfach an der Zeit hier und nicht in Mitte oder anderen Bezirken einen solchen Laden zu eröffnen.
Mein persönliches Verhältnis zu Berlin? Ich finde es ist eine der schönsten und lebenswertesten Städte der Welt!

Wo siehst du dich in 5 Jahren? Was sind deine Zukunftspläne?

Das überlasse ich dem Leben – wo auch immer es mich hinträgt!

♥ Lieben Dank an Gerda für die Beantwortung der zahlreichen Fragen…

Zur Info: Wer auf der Suche nach wahren Designer-Schnäppchen ist und beispielsweise trendy Isabel Marant Booties für wenig Geld ergattern möchte, sollte sich unbedingt nach Neukölln begeben und ´The Good Store` einen Besuch abstatten. Es lohnt sich! Wer sich selbst

von Lieblingsstücken trennen möchte, kann gerne bei ´The Good Store` vorbeikommen, auch ohne Termin. Ansonsten einfach vorab eine E-Mail an Gerda schreiben, Sachen anschließend vorbeibringen, Preise besprechen und schon können sich andere Kunden über tolle Neuware freuen.

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