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style is more than fashion

Coco’s Quotes: Zeit – Lucius Annaeus Seneca

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Ist es nicht manchmal verrückt? Da hetzt man von einem Termin zum anderen, ist stets gestresst und hat meist das Gefühl, das Leben zieht an einem vorbei und man ändert dennoch nichts daran. Jeder hat einmal im Leben eine Phase, in der man vor lauter Stress kein Ende am Tunnel sieht, wo das Leben mehr an einem vorbei rast als das man selbst aktiv die Zügel lenkt. In unserem heutigen Alltagsstress lassen wir das Leben an uns vorbeiziehen, anstelle das Leben richtig zu genießen. Dabei sind die Beweggründe dafür oft sehr banal und meist sehr unterschiedlich. Die einen haben Stress im Beruf, andere kommen mit der Familienorganisation nicht zurecht, und wieder andere haben Beziehungsstress. Was es auch sein mag, jeder kommt einmal an seine Grenzen. Das ganze nennt sich dann: Burn Out, Deppression, Kreislaufkollaps usw.

Doch soweit muss es oft gar nicht kommen. Auch kleine Stress-Situationen können sich bereits negativ auf die Physe wie Psyche auswirken. Meist reagiert der Körper auf erhöhten Stress und gibt klare Warnsignale ab. Spätestens dann heißt es: runter vom Gas und etwas kürzer treten. Doch was, wenn man diese Zeichen nicht wahrhaben möchte? Spätestens, wenn die schönste Jahreszeit – der heiß geliebte Sommer – vorbei ist und man von all den tollen Dingen, die man zu Saisonbeginn noch unternehmen wollte, kein einziges in die Realität umsetzen konnte? Was, wenn dann zudem noch der Körper nicht mehr mitmacht und man beispielsweise aufgrund von starker Rückenschmerzen sich nicht mehr bewegen kann? Tja, dann sollte man vermutlich etwas ändern. Genau aus diesem Grund gab es die letzte Woche auch eine kleine Pause bei Coco’s Philosophy – es mussten einfach wieder einmal alle Reserven aufgeladen werden. Die letzten Monate waren sehr arbeitsintensiv und voller Events, Termine und Reisen. Von einer Geschäftsreise nach San Francisco (hierzu bald mehr) über unzählige Überstunden bis hin zu nur sieben Urlaubstagen in acht Monaten führten letztendlich viele Gründe dazu, dass ich mich und somit auch meine Gesundheit und Wohlbefinden etwas vernachlässigt habe. Die Freizeit beschränkte sich auf ein Minimum, die Wochenenden waren durchgetaktet und die Abende waren meist ebenfalls völlig mit Events und Co ausgebucht. Das Ergebnis: enorme Rückenbeschwerden, Antriebslosigkeit und ein kleines Tief. Kein Wunder, dass dann auch noch die sportliche Motivation gegen Null ging. Zu wenig Sport führte wiederum zu Verspannungen, die wiederum zu körperlichen Beeinträchtigungen führten. Kurz: ein Teufelskreis wurde losgetreten!

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Spätestens, wenn man dann vom Arzt zigfach durch Spritzen lokal betäubt wird, um irgendwie ohne Hilfe den Heimweg noch anzutreten, ist man in Alarmbereitschaft. Also hieß es ausruhen, ausruhen und ausruhen, gefolgt von zahlreichen Sitzungen in der Physiotherapie und jeder Menge kleiner sogenannter Entspannungsinseln im Alltag gefolgt von weiteren Sitzungen beim Osteopathen und und und. Nun fühle ich mich endlich wieder ein wenig gestärkt, um wieder voller Tatendrang in eine neue Saison zu starten – voller Tatendrang, aber auch mit viel Freizeit und Erholung, denn Seneca sagte einmal:

´Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.` (Lucius Annaeus Seneca)

Spätestens, wenn die Zeit, die man nicht richtig nutzen konnte oder wollte vorbei ist, bereut man es, sich vom Alltag überrollt haben zu lassen. Ob Festivalbesuche, ausgedehnte Shoppintouren oder einfach einmal die Seele am See baumeln zu lassen, irgendwie war für nichts Zeit. Lag es also an der nicht vorhandenen Zeit oder vielmehr an meiner Wenigkeit, die einfach im Alltag falsche Prioritäten setzte oder erst gar keine vornahm? Sind es meist nicht wir selbst und nicht das Umfeld, die sich zu sehr von allem den scheinbar unveränderteren Gegebenheiten ablenken und lenken lassen? Was also tun? Die Zeit in vollem Umfang nutzen, stressige Phasen reduzieren und ab und an auch einmal abschalten, wenn der Körper auf Notruf schaltet. Und vor allem: bewusst Prioritäten und Ziele setzen, die man auch real in die Tat umsetzen kann. Weniger ist manchmal mehr. Also steht der Herbst ganz im Zeichen von Entspannung und Erholung.

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Bilder: Coco’s Philosophy, Pinterest

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